Aktionseinheit beschlossen!

Die Gruppen Antifa Rostock, Industrial Workers of the World (Ortsgruppe HRO) und die Antifaschistische Jugend Rostock (AJR) bilden das Bündnis „Straßenbahn für Alle!“

Nachdem am 03. September die Nachricht von der erneuten Fahrpreiserhöhung durch die RSAG in den lokalen Medien die Runde machte, rief die Antifa Rostock dazu auf, gegen die ständigen Fahrpreiserhöhungen auf die Straße zu gehen und organisierte wenige Tage später eine erste Kundgebung auf dem Doberaner Platz unter dem Motto „Fahrpreiserhöhung stoppen – Straßenbahn für Alle“.

In Sichtweite des dortigen RSAG – Büros machte sie klar, dass eine solche Preiserhöhung nicht einfach unwidersprochen hingenommen werden kann und rief zu weiteren Protesten auf. Im Rahmen der Vorbereitung und Mobilisierung der Kundgebung haben Vertreter_innen der IWW Ortsgruppe Rostock und der AJR auch für sich den Zeitpunkt zum Handeln gesehen. Alle drei Gruppen sind dann recht zügig in einen gemeinsamen Diskussionsprozess gestartet und haben im Ergebnis die Aktionseinheit beschlossen. Dazu haben wir das Bündnis „Straßenbahn für Alle“ gebildet. Wir werden uns intensiv mit dem Thema ÖPNV in unserer Stadt beschäftigen, denn wir sind alle auf den Nahverkehr angewiesen, egal ob wir zur Schule, zur Arbeit oder einfach mal rauskommen wollen.

Ein großer Teil der Rostocker Stadtbevölkerung hat unter dem Missmanagement der RSAG und der Hansestadt Rostock zu leiden. Es wurden für 37,6 Mio Euro neue Straßenbahnen angeschafft, deren Finanzierung dann durch die Fahrpreiserhöhungen direkt auf die Nutzer_innen der Busse und Straßenbahnen sowie der S-Bahn abgewälzt werden. Nicht nur 15000 Student_innen und die schätzungsweise 30000 Lohnabhängigen aus dem zukünftigen Mindestlohnsektor sondern auch Arbeitslose, Flüchtlinge, Schüler_innen und zahllose andere gesellschaftlich marginalisierte Gruppen werden durch diese fehlgeleitete Politik vom öffentlichen und politischem Leben in der Stadt ausgeschlossen und weiter an den Rand gedrängt. Ganz bewusst wird den Menschen eine gesellschaftliche Teilhabe verweigert. Denn die Stadt könnte es anders entscheiden, ihr gehört die die RSAG schließlich zu 100 %. Doch die verantwortlichen und gesetzlich legitimierten Politiker_innen der Bürgerschaft scheinen nur die Interessen der Unternehmen und der Bessergestellten zu berücksichtigen.

Darum werden wir den Protest von Unten organisieren. Wir werden gemeinsam die untätigen Politiker_innen und die Verantwortlichen im RSAG Management solange politisch unter Druck setzen bis unsere Stimme gehört und berücksichtigt wird. Damit es gelingen kann einen Protest von Unten zu organisieren, ist es notwendig, dass sich viele von uns beteiligen. Wir rufen euch auf, unsere Kampagne zu unterstützen, zu den Protestveranstaltungen zu kommen, bei euren Freund_innen, Kolleg_innen und in euren Organisationen das Thema auf die Tagesordnung zu setzen und selber tätig zu werden. Denn wenn wir jetzt nicht handeln, ist die nächste und übernächste Fahrpreiserhöhung schon beschlossene Sache. Wir müssen jetzt sagen: Es ist Schluss! Die Kotzgrenze ist erreicht! Darum lasst uns zusammen kämpfen, damit Rostock nicht nur eine Stadt der Bessergestellten ist, sondern eine Stadt für alle! Achtet auf Ankündigungen und bereitet Aktionen vor!

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